Panamakanal-Kreuzfahrt
Mitten durch das tropische Herz Zentralamerikas führt der Panamakanal. Vorbei an Regenwäldern, grossen Seen und üppiger Vegetation bahnt er sich seinen Weg und verbindet zwei Ozeane miteinander: Atlantik und Pazifik. Die Durchquerung des Panamakanals gehört sicher zu den beeindruckendsten Höhepunkten, die man auf einer Kreuzfahrt erleben kann. Etwa acht Stunden dauert die ca. 80 km lange Fahrt, und was man sieht, vergisst man ein Leben lang nicht mehr. Zum einen ist da die technische Meisterleistung des Kanalbaus und die beeindruckende Technik der Schleusen, mit der Fracht- und Kreuzfahrtschiffe bis zu 26 m emporgehoben und wieder abgesenkt werden, zum anderen beeindruckt die Schönheit und Vielfalt der Landschaften, durch die man hindurchgleitet.
Zahlen und Fakten:
Der Panamakanal zwischen den Städten Colón (Atlantik-) und Panama-City (Pazifikküste) ist eine 81,6 Kilometer lange und zwölf Meter tiefe Fahrrinne; die Mindestbreite beträgt 152,4 Meter, die grösste Breite 304,8 Meter. Um das Funktionieren der drei Schleusenanlagen – Miraflores, Pedro Miguel und Gatún – zu ermöglichen, sind zwei Stau-Becken angelegt worden, die den Gatúnsee (426 Quadratkilometer) und den kleineren Maddensee bilden.Die Schleusenanlagen überwinden einen Höhenunterschied von 26 Metern. Die drei Schleusenkammern sind 33,5 Meter breit, 305 Meter lang und bis zu 26,3 Meter tief. Da sie doppelt nebeneinander angelegt sind, ist die gleichzeitige Durchfahrt in beiden Richtungen möglich.Der Kanal wird mit Süsswasser gespeist; eine Schiffspassage benötigt etwa 200 Millionen Liter Süsswasser, das sich beim Absenken ins Meer ergiesst. In Dürrejahren muss die Zahl der Schiffspassagen daher auf maximal 50 pro Tag reduziert werden.
Erweiterungspläne:
Der an seine Kapazitätsgrenzen stossende Panamakanal zwischen Atlantik und Pazifik soll ausgebaut werden, um ihn auch für die neue Generation riesiger Containerschiffe, Grosstanker und Luxusliner passierbar zu machen. 78 Prozent der 2,1 Millionen wahlberechtigten Bürger Panamas stimmten am 22. Oktober 2006 dem umstrittenen Ausbau der Wasserstrasse zu. Bis 2014 sollen neue, grössere Schleusen neben die bereits vorhandenen gebaut und unter Wiederverwendung des Wassers betrieben werden.
Die bestehenden drei Schleusenanlagen sind mittlerweile für rund 60 Prozent aller Handelsschiffe zu klein. Eine eigene Schiffsklasse ist an die höchsten zulässigen Abmessungen des Kanals genau angepasst; sie wird Panamax genannt. Schiffe, die diese Masse überschreiten, werden auch Post-Panamax-Schiffe genannt. Die neuen Schleusenanlagen sollen auf 427 Meter Länge und 55 Meter Breite ausgebaut werden. Nur Supertanker und Flugzeugträger werden die Wasserstrasse auch nach dem Ausbau nicht passieren können.














