Antarktis-Kreuzfahrt - Abenteuer auf dem atemberaubenden weissen Kontinent

Kreuzfahrten in der Antarktis gehören zu den letzten wirklichen Abenteuern unserer Zeit. Eine solche Erlebnis- oder Expeditonskreuzfahrt ist eine Reise in eine völlig fremde Welt atemberaubender Extreme.
Die Antarktis selbst ist ein Kontinent der Superlative – nirgendwo sonst ist es kälter, windiger, und trockener. Im Sommer scheint die Sonne vierundzwanzig Stunden lang, im Winter herrscht Tag und Nacht Finsternis. Die Antarktis ist bedeckt von Inlandeis. Unter dem mächtigem Eispanzer liegen hohe Gebirgsketten und tiefe Ozeanbecken. Der weisse Kontinent liegt buchstäblich am Ende der Welt, meerumtost, und völlig fern von anderen Landmassen.
Die Antarktis und die subantarktischen Inseln gehören zu den letzten wahrhaft unberührten Regionen der Erde. Sie bietet unvergleichliche Landschaften.
Landtiere fehlen in der Antarktis fast völlig (das grösste dauerhaft landlebende Tier der Antarktis ist eine 12 mm grosse, flügellose Zuckmückenart). In der riesigen Packeiszone, die die Antarktis umgibt, hat sich jedoch eines der üppigsten Ökosysteme der Welt entwickelt, basierend auf wimmelnden Schwärmen antarktischen Krills. Dieser Krill bildet den Beginn der Nahrungskette für Fische, Wale, Kalmare, Seelöwen, Seehunde, Pinguine und Meeresvögel in grosser Zahl.

Viele hundert Jahre vor der Entdeckung der Antarktis spekulierten die Griechen schon über ein riesiges Landstück ganz im Süden der Welt, als Gegengewicht für die Landmassen im Norden. Diesen Südkontinent nannten sie "Antarktis", im Gegensatz zur "Arktis".
Während des 18. Jahrhunderts erschienen Reiseberichte von Forschern und Seeleuten über die Existenz einer Inselgruppe in den Südmeeren vor Südamerika - die Entdeckung des letzten Kontinentes war eingeleitet.
Der britische Kapitän James Cook war der Erste, der sich 1773 an die Durchquerung des antarktischen Polarkreises machte. Jedoch durchquerte er die Gewässer im Süden, ohne auch nur ein einziges Mal Land zu sichten.
Erst am 14. Dezember 1911 erreichten der norwegische Entdecker Roald Gravning Amundsen und seine Männer schliesslich den Südpol und hissten die norwegische Flagge.

Walfang war lange der einzige Wirtschaftszweig der Antarktis, ist aber heute untersagt. Auf den Abbau der Bodenschätze soll laut Antarktisvertrag bis zum Jahr 2041 verzichtet werden. Die Antarktis ist heute eines der letzten unberührten Naturparadiese der Welt.
Die einzigen Menschen, die dauerhaft in der Antarktis leben, sind Wissenschaftler und Forscher, die sich in den verschiedenen Basisstationen des Kontinents befinden, welche überwiegend in Küstennähe liegen. Zur Zeit befinden sich Biologen, Gletscherforscher, Geologen, Ozeanografen und Meteorologen aus 18 Ländern in der Antarktis.


Reisen in die Antarktis finden im Südsommer statt, also zwischen November und März. Die folgenden Hinweise sollen Ihnen bei der Reiseplanung helfen:
November ist evtl. der beeindruckendste Reisemonat: Die See ist noch mit Packeis bedeckt, die Strände mit Schnee. Die Pinguine kommen zu ihren Kolonien zurück und beginnen mit dem Nestbau. Erste wenige Besucher kommen in die Antarktis.
Dezember und Januar sind die wärmsten und damit vom Wetter günstigsten Monate für einen Besuch: Die Sonne bietet fast 24 Stunden Licht. Weihnachten und Neujahr in der Antarktis sind ein besonderes Erlebnis. Die ersten Pinguinküken schlüpfen, und in Süd-Georgien gibt es Pelzrobbenbabys zu sehen.
Februar und März sind die besten Monate für Walbeobachtungen, denn das Eis hat sich weitgehend zurückgezogen und macht Anlandungen im Süden möglich, gut für die Walbeobachtung vom Schiff und von den Zodiacs aus. Ausserdem werden die Pinguinküken flügge, und die Pelzrobben tauchen nun auch an der antarktischen Halbinsel auf.

Impressionen