Ihr Kreuzfahrten Ziel: Süd-Shetlandinseln, Antarktis Die Süd-Shetlandinseln sind eine für Antarktis-Kreuzfahrten attraktive Gruppe von elf grösseren und mehreren kleinen Inseln vulkanischen Ursprungs in der Westantarktis, die sich in einer 500 km langen Kette von Nordosten nach Südwesten ziehen. Vom antarktischen Kontinent sind sie durch eine 150 km breite Meeresstrasse, die Bansfieldstrasse, getrennt. Sie gehören zu den subantarktischen Inseln, die von Grossbritannien, Argentinien und Chile beansprucht werden, aber unter den Antarktisvertrag fallen, der keine staatliche Souveränität zulässt. Die South Shetland Islands bestehen aus drei Inselgruppen: Elephant und Clarence im Norden, die Inselkette von Monroe bis King-George in der Mitte und die Smith- und Low Island im Süden. Die 4662 km² Landmasse der Süd-Shetlands ist zu 80 Prozent vergletschert. Auf etlichen Inseln befinden sich sowohl aktive als auch erloschene Vulkane. Höchste Erhebung des Archipels ist Mount Irving auf Clarence Island mit 2.300 m, gefolgt von Mount Foster mit 2.105 Metern auf Smith Island. Von besonderem Interesse für Kreuzfahrtteilnehmer ist die Vulkan-Insel Deception, gebildet aus der Spitze eines aktiven Vulkans, die spektakulär aus dem Meer ragt. Im Zentrum des Vulkanrings liegt ein vom Meer gefluteter Kratersee, in den Schiffe durch eine schmale Meerenge einfahren können. Diese Durchfahrt und ein Bad im heissen Wasser des Kratersees sind unvergessliche Highlights einer Antarktis Kreuzfahrt. 1599 wurde die Inselgruppe wahrscheinlich durch Dirk Glerritz gesichtet, Offizieller Entdecker war 200 Jahre später der britische Robbenfänger Kapitän William Smith, der 1819 auf der King-George-Insel landete. Der antarktische Sommer mit Höchsttemperaturen von 2-3°C ist auf den Süd-Shetlandinseln sehr kurz, so dass hier nur Moose und Flechten wachsen. Von Dezember bis März ist das Meer um die Inseln eisfrei, aber bereits im April bildet sich Packeis, das sich oft bis Dezember hält. Nur in den Antarktis-Sommermonaten wird die Inselgruppe von Kreuzfahrtschiffen angesteuert, um Forschungsstationen wie die russische Station Bellingshausen auf der King George Insel zu besuchen. Oder um Weddell-Robben und Seeleoparden sowie Adélie-, Zügel- und Esels-Pinguine zu beobachten, die hier in grosser Zahl nisten.